Zustand heute

Heute ist die Auenorgel die zweitgrößte Kirchenorgel Berlins (nach der Sauer-Orgel im Berliner Dom). Sie verfügt über 85 Register auf vier Manualen und Pedal. Der Organist bedient alles vom frei stehenden Spieltisch aus dem Jahr 2002 aus.

Fünf Teilwerke


Im Inneren der Orgel verteilt sich die Klangvielfalt auf fünf Teilwerke. Die Pfeifen des Hauptwerks (II. Manual) sind auf der rechten Seite hinter dem Prospekt platziert. Es stellt die kräftigsten Stimmen bereit und bildet das klangliche Rückgrat der Orgel. Links daneben stehen die Pfeifen des Pedals. Das Schwellwerk 1 (III. Manual) ist in einem separaten Gehäuse im Orgelinneren ganz hinten rechts untergebracht. Seine Lautstärke lässt sich durch Jalousien stufenlos variieren (schwellen). Parallel dazu befindet sich Schwellwerk 2 (IV. Manual) hinten links. Es ist klanglich zurückhaltender, hier sind die leisesten Klänge der Orgel zu finden. Das 1961 hinzugefügte Positiv (I. Manual) ist auf der linken Seite ganz vorn, unmittelbar hinter den Prospektpfeifen, eingebaut. Es beinhaltet überwiegend neobarocke Register und verleiht der Auenorgel damit Leichtigkeit und Klarheit. 

Aktuelle Disposition

I. Manual

II. Manual

III. Manual

IV. Manual

Positiv

Hauptwerk

Schwellwerk 1

Schwellwerk 2

Pedal

Holzgedackt 8'

Principal 16'

Bordun 16'

Lieblich Gedackt 16'

Principal 32' **

Rohrflöte 4'

Octave 8'

Geigenprincipal 8'

Salicional 16'

Untersatz 32' ***

Quintade 4'

Hohlflöte 8'

Gedackt 8'

Principal 8'

Octave 16'

Principal 2'

Gemshorn 8'

Quintade 8'

Rohrflöte 8'

Violon 16'

Terz 1 3/5'

Viola da Gamba 8'

Spitzgamba 8'

Salicional 8'

Subbaß 16'

Quinte 1 1/3'

Octave 4'

Dolce 8'

Aeoline 8'

Zartbaß 16' ****

Septime 1 1/7'

Flaut travers 4'

Unda maris 8'

Vox coelestis 8'

Salicet 16' ****

Scharff IV–V

Nachthorn 4'

Rohrflöte 4'

Octave 4'

Octave 8'

Zimbel III

Quinte 2 2/3'

Fugara 4'

Flauto amabile 4'

Baßflöte 8'

Rankett 16'

Octave 2'

Nasat 2 2/3'

Flauto dolce 4'

Cello 8'

Krummhorn 8'

Cornett V

Octave 2'

Quinte 2 2/3'

Gedackt 8'

Röhrenglocken

Mixtur I V–VII

Blockflöte 2'

Octave 2'

Octave 4'

Tremulant

Mixtur II IV–V

Terz 1 3/5'

Flautino 2'

Hohlflöte 4'

Trompete 16'

Mixtur V–VI

Terz 1 3/5'

Octave 2'

Trompete 8'

Cor anglais 16'

Progr. harm. III–V

Rauschpfeife III–IV

Trompete 4'

Trompette anglais 8'

Harm. aetheria II–IV

Mixtur III–IV

Clarinette 8' *

Fagott 16'

Posaune 32' ***

Tremulant

Oboe 8'

Posaune 16'

Fagott 16' ****

Trompete 8'

Schalmei 4'

Kornett 2'

Zimbelstern

Nachtigall

Koppeln

Sub-/Superoktavkoppeln

Tutti

Crescendowalze

3.000 elektronische Setzerkombinationen

MIDI-Anschluss

Manualumfänge C bis a3

Pedalumfang C bis f1

* durchschlagend

** C–H akustisch (16' + 10 2/3')

*** Extension, umfasst die Pfeifen C–H

**** Transmission aus Schwellwerk 2

Technische Mängel


Seit einigen Jahren treten vermehrt technische Mängel auf, die besonders in der letzten Zeit erschreckende Ausmaße annehmen. Kurz nach der Übernahme des Kantorenamtes durch Winfried Kleindopf im Herbst 2014 begannen daher Überlegungen zu einer umfangreichen Restaurierung der Auenorgel.


Dabei stellte sich schnell heraus, dass es mit einer Reparatur nicht getan ist, denn in vielen Bereichen der Orgel wurden jahrzehntelang keine substanzerhaltenden Arbeiten vorgenommen, sondern lediglich umgebaut oder erweitert. Derzeit funktioniert nur noch ein Drittel der Orgel ohne nennenswerte Probleme!

Die Planungen für die Restaurierung sind inzwischen abgeschlossen. Dabei soll auch die Disposition geringfügig modifiziert werden. Voraussichtlich Anfang 2022 wird die österreichische Orgelbaufirma Rieger mit den Arbeiten beginnen. Die Fertigstellung ist Ende 2023 zu erwarten.